Ulf Schiewe

Ulf Schiewe

Foto: privat

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Wenn wir für Toleranz plädieren, meinen wir meist Toleranz gegenüber Andersartigen und Andersdenkenden. Das hört sich im ersten Moment gut an. Aber ist es genug? Ist es genug, einfach nur zu tolerieren? Man kann auch lästige Mücken tolerieren, wenn’s nicht anders geht.
Gerade wir Autoren beschäftigen uns täglich mit menschlichen Schicksalen, wir entwickeln Empathie für unsere Figuren, und selbst wenn sie Böses tun, beschäftigen wir uns mit ihrer Motivation. Dabei ist doch eines klar, ganz unabhängig davon, ob einer Mann oder Frau, weiß, schwarz oder braun ist, ob reich oder arm, ganz gleich, an welchen Gott er glaubt oder welchem Fußballteam er anhängt oder was für einen Pass er hat, vielleicht auch gar keinen … wir alle suchen nach Glück, wollen das Beste für unsere Kinder, brauchen Liebe wie unser tägliches Brot, leiden, wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, kämpfen um Erfolg und Anerkennung, helfen einander, wo es Not tut … mit einem Wort, wir sind Menschen.
Wir sollten mehr tun als nur tolerieren. Wir sollten uns vornehmlich mit den Gemeinsamkeiten aller Menschen beschäftigen und weniger mit den Unterschieden. Wir sollten uns gegenseitig „annehmen“, so wie wir sind, und mit dieser wohlwollenden Akzeptanz unsere Zukunft auf diesem Planeten gemeinsam in die Hand nehmen.
— Ulf Schiewe
Antje Wagner

Antje Wagner

Kathrin Lange

Kathrin Lange