Ruth Löbner

Ruth Löbner

Foto: Emma Löbner

Foto: Emma Löbner

Ich lebe in dem Haus, das mein Urgroßvater gebaut hat. Meine Großmutter und meine Mutter sind darin aufgewachsen. Es bedeutet für mich Kindheit und Heimat. Das Haus hat zwei Kriege erlebt und war 1943 ausgebombt. Manchmal versuche ich mir vorzustellen, dass ein dritter Krieg kommt, den das Haus überstehen muss. Aber es gelingt mir nicht.
In letzter Zeit stelle ich mir etwas anderes vor: ein Haus in Syrien, in Afghanistan, in Pakistan. Menschen, denen dieses Haus Heimat und Kindheit bedeutet. Und die sich nicht vorstellen konnten, dass sie jemals von dort vertrieben werden.

Krieg und Terror treffen jeden unvorbereitet. Die Unmenschlichkeit, die die Menschen zur Flucht zwingt, darf nach der Rettung in ein neues Land keine Fortführung finden.
— Ruth Löbner
Andrea Karimé

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Saskia Hula

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